In good company
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Der in good Company Ansatz

Mit In Good Company möchte das Forum Fairer Handel genau unter die Lupe nehmen, wie unsere Wirtschaft in Zukunft aussehen sollte und was Unternehmen dazu beitragen können.

Der Fokus liegt dabei auf Sozialunternehmen mit einem distributiven Ansatz, die in globalen Lieferketten handeln.

In Good Company basiert auf den Erfahrungen und den Ansätzen von Praktiker*innen aus dem Fairen Handel. Anhand von Unternehmensreports durchdenkt und konkretisiert es transformative Ansätze zukünftigen Wirtschaftens für die unternehmerische Praxis. Es geht nicht darum, Mindeststandards zu setzen oder Unternehmen zu vergleichen und zu bewerten, sondern zu fragen:

Wie agieren transformative Unternehmen in der täglichen Praxis? Wie leben sie ihren Purpose? Welche Ansätze und Strukturen wählen sie, um ihre anspruchsvollen Ziele zu erfüllen? Wie können wir Gemeinsamkeiten und individuelle Ansätze aufzeigen, um Unternehmer*innen und Interessierte zu inspirieren? Wie können wir sichtbar machen, was möglich ist, wenn Unternehmen an eine andere Welt glauben und entsprechend agieren?

In der Konzeptionsphase von In Good Company wurde ein Fragebogen entwickelt, der nach verschiedenen Themenbereichen geclustert wurde.

Die Ergebnisse aus den Fragebögen sind einerseits in die Einzelreports zu den befragten Unternehmen und andererseits in die aggregierten Daten der „was uns eint„-Sektion eingeflossen.

Untersucht wurden die Unternehmen in den vier folgenden Bereichen:

Mission &
Purpose

Eigenes
UnterNehmen

Liefer-
Ketten

Planet

1. Mission & Purpose

Welche Mission verfolgen die Unternehmen? Ist diese Mission in ihren Strukturen verankert und kann nicht ohne Weiteres verändert werden? Mit anderen Worten: Gibt es ein sogenanntes Mission Lock? Werden Gewinne privatisiert oder im Sinne der Mission reinvestiert? Wer ist direkt am finanziellen Erfolg des Unternehmens beteiligt? Verfolgt das Unternehmen seine Ziele über das eigene Kerngeschäft hinaus – z. B. in Form von politischem Engagement und/oder in Kooperationen mit weiteren nachhaltigen Unternehmen?

2. EigenesUnternehmen

Wie werden unternehmerische Entscheidungen getroffen? Werden Mitarbeitende und Stakeholder*innen in wesentliche Entscheidungen eingebunden? Wie agiert das Unternehmen in Bezug auf die eigenen Mitarbeitenden?

3. (internationale)Lieferketten

Wie intensiv ist die Beziehung zu Handelspartnerinnen (direkt/indirekt)? Wie gestalten sich Preisverhandlungen und welche weiteren ökonomischen Rahmenbedingungen begleiten die Handelsbeziehungen? Trägt das Unternehmen zur Steigerung der Wertschöpfung vor Ort in Herstellungsländern bei? Wie langfristig und resilient sind Handelsbeziehungen, auch in Zeiten von Krisen (wie z. B. der Covid-19-Pandemie)? Wie wird Unternehmenstransparenz dargestellt mit Blick auf Lieferketten und gegenüber Handelspartnerinnen und Kund*innen?

4. Planet

Setzt das Unternehmen auf ökologische Produkte und Rohstoffe? Werden Handelspartner*innen bei der Umstellung auf ökologische und regenerative Anbau- und Produktionsmethoden unterstützt? Berechnet das Unternehmen emittierte Treibhausgas-Emissionen entlang der Lieferketten und werden diese kompensiert? Werden Maßnahmen identifiziert und umgesetzt, um CO2-Emissionen zu reduzieren?

the shouldersof giants

Neben der, im Bereich „Business as (un-)usual“, erwähnten Donut-Ökonomie, die vor allem eine theoretische Gedankenstütze darstellt, gibt es verschiedene Bewegungen, die seit Jahrzehnten an der Neustrukturierung unserer Wirtschaft arbeiten. In Good Company versteht sich nicht als neues Konzept, sondern überträgt Elemente der folgenden Ansätze auf den untersuchten Unternehmenstypus um holistisch auf Unternehmen zu blicken und ihre individuellen Strukturen und Praktiken sichtbar zu machen.

Alle genannten Ansätze liefern Bausteine, um Unternehmen in Struktur und Praxis an einem Purpose zu orientieren und dazu beizutragen, unsere Wirtschaft fürs 21. Jahrhundert neu auszurichten. Damit unterscheiden sich die untersuchten Unternehmen deutlich von herkömmlichen Unternehmen, die nach dem Shareholder-Value-Prinzip funktionieren und bestenfalls zusätzlich sozial-ökologische Ziele verfolgen, oft im Rahmen einer von außen auferlegten CSR-Praxis.

Die Fair-Handels-Bewegung

Die Fair-Handels-Bewegung stellt die strukturelle Ungleichheit internationalen Wirtschaftens und Handelns sowie die Konzentration von Macht und Kapital im „Globalen Norden“ durch politisches Engagement und praktisches Wirtschaften in Frage und schafft konkrete Alternativen: Fair-Handels-Unternehmen setzen ökonomische und soziale Nachhaltigkeit in Lieferketten um. Sie begreifen Produzent*innen als Partner*innen statt als Lieferant*innen.

StewardOwnership

Steward Ownership fokussiert auf zwei Instrumente:
1. Die Trennung von Stimm- und Kapitalrechten in Unternehmen, die sicherstellt, dass keine Entscheidungen getroffen werden, die kurzfristig Gewinne vor die Erfüllung des Unternehmenszwecks stellen.
2. Im Unternehmen geschaffene Kapitalwerte können nicht zum persönlichen Nutzen von Eigentümer*innen entnommen werden, sondern dienen der Deckung von Kosten, zur Reinvestition oder werden gespendet.

Das sozialunter-nehmer*innentum

Das Sozialunternehmer*innentum hat das Ziel, gesellschaftliche Missstände mit unternehmerischen Mitteln zu überwinden und Unternehmen aus diesem Zweck auszurichten. Die Orientierung auf einen übergeordneten Purpose ist ausgeprägt, sodass Profite vorrangig als Mittel zur Zweckerfüllung gesehen und eingesetzt werden. Deshalb gehören Unternehmen, die ausschließlich fairen Handel betreiben, ebenfalls in diese Kategorie.

SustainabilityIn Progress

Sustainability in Progress – In Good Company in Progress
Ansätze und Anforderungen, die Wirtschaft distributiv und regenerativ zu gestalten, entwickeln sich stetig weiter. Genauso möchte das Forum Fairer Handel den In Good Company in den nächsten Jahren weiterentwickeln und über weitere distributive Vorreiter-Unternehmen berichten, um ihre Praktiken und Strukturen zu analysieren und sichtbar zu machen.

Mit In Good Company möchte das Forum Fairer Handel transformative Sozialunternehmen in globalen Lieferketten vernetzen, Kooperationen stärken, inspirierende Ansätze aufzeigen und Beispiele liefern, wie Unternehmen die komplexen Probleme unserer Welt praktisch angehen und voneinander lernen können. Für einen gesunden Planeten und starke Gemeinschaften.

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