
CompanyReport
19
88
Gründung

Ravensburg

61 Mitarbeitende
58
Handelspartner*innen
Die Welt braucht den Handel – aber einen fairen. Davon sind wir zutiefst überzeugt. Schließlich sind wir Menschen rund um den Globus alle eng miteinander verbunden.
Die WeltPartner eG lebt Fairen Handel bereits seit 1988 und zwar genossenschaftlich. Damit ist sie nicht nur Pionierin des Fairen Handels in Deutschland, sondern auch für transformatives, gemeinschaftliches Unternehmer*innentum. WeltPartner handelt mit 58 Partner*innen in 37 Ländern – zu 100 % ausgerichtet an den Prinzipien des Fairen Handels und extern verifiziert durch die World Fair Trade Organization (WFTO).
Mission & Purpose

Als Genossenschaft hat sich WeltPartner dem Purpose der „materiellen, ideellen und partnerschaftlichen Unterstützung“ von kleinbäuerlichen Strukturen und kleinen Produktionseinheiten weltweit verpflichtet.
Über 900 Genoss*innen, unter ihnen Kund*innen und Handelspartner*innen aus der ganzen Welt, streben gemeinschaftlich nach engen Partnerschaften, fairem Handel und der Förderung ganzheitlicher und gesunder Anbau- und Produktionspraktiken. Und das völlig uneigennützig, denn die Genossenschaft reinvestiert 100 % der Gewinne im Sinne der Mission.
Diese Mission ist fest in der Satzung verankert und könnte nur mit 90 % der Stimmen aller Mitglieder verändert werden. Seine Werte verfolgt WeltPartner nicht nur im eigenen Unternehmen, sondern darüber hinaus: mit politischer Arbeit z. B. im Rahmen des Forum Fairer Handel und durch unternehmerische Kooperationen z. B. mit fairafric und Conflictfood oder beim gemeinsamen Kaffee-Import im Rahmen der MITKA.



Mission Lock
100% Reinvest

„Mit WeltPartner haben wir einen langjährigen Partner an unserer Seite, der mit uns nicht nur träumt, sondern auch handelt, um positive Veränderungen in Nepal zu bewirken. Gemeinsam teilen wir eine Vision und gestalten eine bessere Zukunft für Frauen und Mädchen in unserer Gemeinschaft.“
– Milan Bhattarai, Geschäftsführer von Get Paper Industry Nepal & Genossenschaftsmitglied

Lieferkette

direkte kontakte zu
52/58
partner*innen
13
Jahre
Ø Länge der partnerschaften
WeltPartner arbeitet mit 56 Produzent*innengruppen in 37 Ländern – insgesamt ca. 50.000 Familien. In den Handelspartnerschaften steht der enge persönliche Kontakt, die langfristige wirtschaftliche Entwicklung und der Marktzugang im Vordergrund. WeltPartner arbeitet distributiv, indem es faire Preise gemeinsam und transparent mit den Partner*innen verhandelt. Gemäß der WFTO-Prinzipien geschieht dies stets mindestens orientiert an den Referenzpreisen des Fairen Handels und ergänzt durch Vorfinanzierung, wo dies nötig ist. Um die Wertschöpfung vor Ort zu steigern, bezieht WeltPartner 55 Lebensmittel und das gesamte Handwerk bereits vor Ort verarbeitet und verpackt.
Lieferkette und Handelspartner*innen lassen sich transparent nachvollziehen und sind physisch rückverfolgbar.
„WeltPartner ist für mich mehr als nur ein Job – es ist die Chance, aktiv an einer gerechten und lebenswerten Welt
mitzuwirken. Jeden Tag erlebe ich hautnah, wie unsere Arbeit nicht nur Produkte bewegt, sondern auch Herzen und das Leben vieler Menschen verändert. Die enge Verbindung zu unseren Handelspartnerinnen
im Globalen Süden ist meine tägliche
Motivation, da wir gemeinsam einen
bedeutenden Impact leisten.“
– Aranya Santhanakumaran, Produktmanagerin Einkauf/Import

EigenesUnternehmen

Die Genossenschaftsstruktur ermöglicht WeltPartner eine breite Einbindung der Mitglieder in strategische unternehmerische Entscheidungen – z. B. in die mittelfristige wirtschaftliche Planung. Als höchstes Gremium der Genossenschaft wählt die Generalversammlung den Aufsichtsrat, der wiederum den Vorstand bestimmt, der das Unternehmen führt.
Unternehmerische Entscheidungen werden auf einer monatlichen Betriebsversammlung besprochen und dann von Vorstand, Abteilungsleitenden und (ggf.) Aufsichtsrat getroffen.
Belange der Mitarbeitenden werden über ein Mitarbeitendengremium vertreten.
partizipative, genossenschaftliche
Entscheidungswege

Planet

WeltPartner engagiert sich unermüdlich, um die Partner*innen bei der Umstellung auf biologischen Anbau zu unterstützen, z. B. mittels eines großen Projektes in Burundi (inkl. zwei Hochschulen). Kaffeebäuer*innen werden bei der Umstellung auf Bio-Anbau in Agroforstsystemen unterstützt und WeltPartner zahlt die Bio-Prämien bereits in der Umstellungsphase.
Um CO2-Emissionen zu reduzieren, hat WeltPartner beim Neubau des eigenen Standorts eine Vielzahl an Maßnahmen unternommen und kommt dort seither ohne fossile Energieträger aus.
Darüber hinaus berechnet das Unternehmen regelmäßig die eigenen CO2-Emissionen sowie die Emissionen einzelner Produkte – insbesondere zur Identifikation von Einsparungspotenzialen. Unvermeidbare Emissionen werden kompensiert. In Zukunft möchte sich WeltPartner jedoch tiefer dem Thema „Insetting“ entlang der eigenen Wertschöpfungskette widmen.
95% Bio-Anteil
Bei Lebensmitteln



Ziele

Neue Zielgruppen Erreichen
Einzigartige Produkte sollen künftig einen noch größeren Kreis von Menschen begeistern. Durch neue Absatzkanäle und erweiterte Märkte werden die weltweiten Handelspartnerschaften gestärkt, stabilisiert und für kommende Herausforderungen weiterentwickelt.
Mitgliederbasis erweitern
Eine wachsende Genossenschaft stärkt den Fairen Handel nachhaltig. Jedes neue Mitglied trägt dazu bei, die Lebenssituation von Kleinbäuer*innen und Kleinstproduzierenden langfristig zu verbessern und die Genossenschaft zukunftsfest und resilient aufzustellen.
