CompanyReport

Die Geschichte der Kaffee-Kooperative ist eng mit dem ruandischen Unternehmen Rwashoscco LTD und den Marken „Angelique’s Finest“ und „Café de Maraba“ verknüpft. Denn die Kaffee-Kooperative legt die Wertschöpfung im Produktionsprozess in die Hände und Verantwortung der Bäuer*innen, unterstützt sie und stellt mit dem Vertrieb in Deutschland „lediglich“ den verlängerten Arm der Kooperativen dar.

Mission & Purpose

Portraitvon Xaver Kitzinger, Mitgründer der Kaffee Kooperative

Lieferkette

Seit ihrer Gründung konzentriert sich die Kaffee-Kooperative auf die Handelsbeziehung mit Rwashoscco und es ist ihr gelungen eine außergewöhnliche Beziehung aufzubauen. Die Preisfindung findet gemeinsam mittels einer Open Book Policy statt, bei der beide Partner*innen ihre Kosten und Margen offen legen. Zudem hat die Kaffee-Kooperative mit Hilfe von Crowd Investing einen Revolving Fund aufgebaut, bei dem Kund*innen die Vorfinanzierung unterstützen, damit die Bäuer*innen weniger Kredite aufnehmen müssen.

Kaffee der Marke Angelique’s Finest wird über das Blockchainsystem INATrace der GIZ verifiziert und ist für Kund*innen transparent rückverfolgbar. Zudem veröffentlicht die Kaffee-Kooperative die Daten über die Einkaufspreise des Kaffees auf ihrer Webseite.

Angelique Karekezi, die Geschäftsführerin von Rwashoscco Ltd, steht vor den Trockenbetten für Kaffee

EigenesUnternehmen

Die Gründer, Alan und Xaver der KaffeeKoop unterhalten sich mit der Geschäftsführerin Maura

Die Kaffee-Kooperative beschreibt sich selbst als „Social Business im Gewand einer GmbH“, was bedeutet, dass Entscheidungsstrukturen auf dem Papier entsprechend der Rechtsform gestaltet sind. In der Praxis bindet das Unternehmen Mitarbeitende und auch Handelspartner*innen in strategische Entscheidungen ein, verfügt jedoch noch nicht über formelle Strukturen der Stakeholder*innen-Einbindung. Intern können die konkreten Gehälter jederzeit von allen Mitarbeitenden eingesehen werden.

Die ruandischen Unternehmer*innen verfügen über die Markenrechte an den beiden Kaffees. Sie werden in Verkaufsgespräche einbezogen und die Partner*innen entscheiden gemeinsam, auf welchen Plattformen der Kaffee vertrieben wird.

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max. gehaltsspreizung

Planet

Der Kaffee wird in traditioneller Permakulturmethode angebaut, bei der in den Kaffeegärten zwischen den Kaffeesträuchern weitere Nutzpflanzen und Schattenbäume gedeihen. Die Kaffee-Kooperative berechnet alle CO2-Emissionen, die sich durch Anbau, Verarbeitung, Transport, Röstung und Versand an den Kund*innen ergeben und kompensiert diese über ein Eco-Trust-Projekt in Uganda. Die Zertifikate sind über die Blockchain zugänglich. 2022 konnten ihre Kund*innen in Berlin wählen, ob ihre Kaffeebestellung CO2-frei geliefert werden soll.

Eine Frau sortiert rote Kaffeekirschen in Ruanda