CompanyReport

Bereits 1973 als Bewegung gegen Ausbeutung im „Globalen Süden“ gestartet, steht die gebana AG seit 1998 für direkten Handel. „Weltweit ab Hof“ ist mehr als nur ein Slogan: gebana vertreibt online Bio-Lebensmittel in Großpackungen und liefert direkt nach Hause – häufig ohne Zwischenstopp vom Hof. Das Sortiment ist umfassend, von Nüssen über Schokolade bis hin zu Vorratsartikeln und frischem saisonalen Obst und Gemüse. Tochterfirmen in Brasilien, Burkina Faso und Togo sorgen für mehr Wertschöpfung vor Ort und Nähe zu den Bäuer*innen.

Mission & Purpose

Portrait des CEO von gebana AG, Christophe Schmidt

Lieferkette

1,16 Mio €

Prämien per Gebana Modell

1998 aus der „Arbeitsgemeinschaft Gerechter BANAnenhandel“ gegründet, liegt der Schwerpunkt von gebana nach wie vor im Handel mit Produkten aus dem „Globalen Süden“. Dabei immer im Fokus: die Eröffnung von Marktzugängen, direkter Einkauf, gerechterer Handel und lokale Wertschöpfung.

gebana nimmt hohe Risiken auf sich, um gut bezahlte Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen. Bereits 2006 wurde eine Tochterfirma in Burkina Faso gegründet, 2013 folgte eine in Togo. Auch in Tunesien und Brasilien hat gebana Lieferketten aufgebaut. Derzeit investiert gebana in eine neue Fabrik für die Verarbeitung von Cashews und Mangos in Burkina Faso, die 1.700 Menschen beschäftigen wird.

Um Handel gerechter zu gestalten, nutzt gebana neben den Elementen der Langfristigkeit, der Vorfinanzierung und Bio-Prämien, ein einzigartiges distributives Element:

gebana teilt. Bäuer*innen im „gebana Modell“ erhalten – zusätzlich zu den vorab bezahlten Bio-Preisen (und Prämien) für die Produkte – eine Zusatzprämie von 10 % des Umsatzes ihrer Produkte aus der Direktvermarktung des gebana Onlineshops. Bäuer*innen werden somit direkt an der margenstarken Direktvermarktung beteiligt. Der Absatz in den Großhandel wiederum erhöht die Einkaufsmengen.

Coulibaly Wanza Djouma, eine Mango- und Cashew-Produzentin aus Burkina Faso steht vor Lehmhütten.

EigenesUnternehmen

Das Team von gebana posiert beim Team-Treffen in Berlin

Die Löhne bei gebana in Europa werden nach Tarifstufen gegliedert, die transparent kommuniziert werden. Die maximale Gehaltsspreizung der Mitarbeitenden beträgt 1:3.

Weltweit hat die gebana Gruppe über 800 Mitarbeitende, die meisten davon in den Tochterfirmen in Togo und Burkina Faso. Hinzu kommen Standorte in der Schweiz, Deutschland und den Niederlanden. In der gebana Gruppe arbeiten weltweit 38 % Frauen in Führungspositionen. Die gebana Gruppe arbeitet mit agilen, selbstorganisierten Teams sowie übergreifenden Komitees zu verschiedenen Fokusthemen.

46% Frauen

in Führungspositionen
(in gebana ag)

Planet

gebana unterstützt die Bäuer*innen bei der Umstellung auf biologischen Landbau und schult sie in nachhaltigen und effizienten Anbaumethoden. Aktuell fördert das Unternehmen die Umstellung von Cashew-, Kakao- & Mango-Parzellen in Togo und Burkina Faso auf dynamische Agroforstwirtschaft.

75 % der Produkte werden in ihrer Originalverpackung aus dem Ursprungsland an Konsument*innen geliefert, zu 53 % direkt und ohne Zwischenlagerungsstopp. Das Tochterunternehmen gebana Burkina Faso verarbeitet Cashewkerne direkt im eigenen Land, statt sie zum Knacken aus Afrika nach Asien zu verschiffen. Das spart Transportemissionen und hält die Wertschöpfung im Land. Die neu entstehende Fabrik geht sogar noch einen Schritt weiter und verwendet Cashewschalen als Energieträger zur Mangotrocknung und erzeugt Strom per Photovoltaik.

91% Bio-Anteil

Bei Lebensmitteln

Ziele