CompanyReport
19
98
Gründung

Zürich

80 Mitarbeitende (AG)
177
Handelspartner*innen
Gemeinsam verändern wir den globalen Handel zu Gunsten von Bauernfamilien, der lokalen Wirtschaft und der Umwelt.
Bereits 1973 als Bewegung gegen Ausbeutung im „Globalen Süden“ gestartet, steht die gebana AG seit 1998 für direkten Handel. „Weltweit ab Hof“ ist mehr als nur ein Slogan: gebana vertreibt online Bio-Lebensmittel in Großpackungen und liefert direkt nach Hause – häufig ohne Zwischenstopp vom Hof. Das Sortiment ist umfassend, von Nüssen über Schokolade bis hin zu Vorratsartikeln und frischem saisonalen Obst und Gemüse. Tochterfirmen in Brasilien, Burkina Faso und Togo sorgen für mehr Wertschöpfung vor Ort und Nähe zu den Bäuer*innen.
Mission & Purpose

Die Veränderung des globalen Handels hat gebana als Mission fest in der Unternehmensstruktur verankert. Alle Gewinne werden geteilt: mit Mitarbeitenden im „Globalen Norden und Süden“, mit Kund*innen und mit Aktionär*innen. Da letztere jedoch bisher immer auf eine Dividende verzichtet haben, konnte deren Gewinnanteil stets in das Unternehmen reinvestiert werden.
gebana vertreibt die eigenen Produkte nicht nur per Direktvertrieb an Endkund*innen, sondern auch an Unternehmen. Um den Absatz der Handelspartner*innen zu steigern, hat gebana ein eigenes Unternehmen für das B2B-Geschäft gegründet und kooperiert mit Unternehmen wie fairafric oder fairfood.
Neben der Veränderung der Wirtschaft engagiert sich gebana auch politisch für mehr Gerechtigkeit im Kakaohandel und strengere Sorgfaltspflichten von Unternehmen wie z. B. im Rahmen von Brancheninitiativen und mit eigenen politischen Kampagnen wie dem „Angry Gorilla“.
Reinvestion der Gewinne
Mission Lock

„Bauernfamilien weltweit verdienen zu wenig! Deswegen haben wir das gebana Modell eingeführt und beteiligen die Bauernfamilien mit 10 Prozent am Verkauf unserer Produkte – zusätzlich zum Einkaufspreis. Das machen wir auch in schlechten Zeiten. 2022 haben wir 1,6 Millionen Euro Prämien gezahlt und gleichzeitig 1,5 Millionen Euro Verlust gemacht.“
– Christophe Schmidt, CEO gebana AG

Lieferkette

1,16 Mio €
Prämien per Gebana Modell
1998 aus der „Arbeitsgemeinschaft Gerechter BANAnenhandel“ gegründet, liegt der Schwerpunkt von gebana nach wie vor im Handel mit Produkten aus dem „Globalen Süden“. Dabei immer im Fokus: die Eröffnung von Marktzugängen, direkter Einkauf, gerechterer Handel und lokale Wertschöpfung.
gebana nimmt hohe Risiken auf sich, um gut bezahlte Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen. Bereits 2006 wurde eine Tochterfirma in Burkina Faso gegründet, 2013 folgte eine in Togo. Auch in Tunesien und Brasilien hat gebana Lieferketten aufgebaut. Derzeit investiert gebana in eine neue Fabrik für die Verarbeitung von Cashews und Mangos in Burkina Faso, die 1.700 Menschen beschäftigen wird.
Um Handel gerechter zu gestalten, nutzt gebana neben den Elementen der Langfristigkeit, der Vorfinanzierung und Bio-Prämien, ein einzigartiges distributives Element:
gebana teilt. Bäuer*innen im „gebana Modell“ erhalten – zusätzlich zu den vorab bezahlten Bio-Preisen (und Prämien) für die Produkte – eine Zusatzprämie von 10 % des Umsatzes ihrer Produkte aus der Direktvermarktung des gebana Onlineshops. Bäuer*innen werden somit direkt an der margenstarken Direktvermarktung beteiligt. Der Absatz in den Großhandel wiederum erhöht die Einkaufsmengen.




„Manchmal reicht unsere Ernte nicht aus, um unseren eigenen Lebensmittelbedarf zu decken. Aber man muss das Positive sehen: Als Landwirtin ist man meistens unabhängig. Ich möchte eine große Mango- und Cashew-Produzentin in der Region werden. Und alles bio!“
– Coulibaly Wanza Diouma, Bäuerin aus Burkina Faso
EigenesUnternehmen


Die Löhne bei gebana in Europa werden nach Tarifstufen gegliedert, die transparent kommuniziert werden. Die maximale Gehaltsspreizung der Mitarbeitenden beträgt 1:3.
Weltweit hat die gebana Gruppe über 800 Mitarbeitende, die meisten davon in den Tochterfirmen in Togo und Burkina Faso. Hinzu kommen Standorte in der Schweiz, Deutschland und den Niederlanden. In der gebana Gruppe arbeiten weltweit 38 % Frauen in Führungspositionen. Die gebana Gruppe arbeitet mit agilen, selbstorganisierten Teams sowie übergreifenden Komitees zu verschiedenen Fokusthemen.
46% Frauen
in Führungspositionen
(in gebana ag)
Planet

gebana unterstützt die Bäuer*innen bei der Umstellung auf biologischen Landbau und schult sie in nachhaltigen und effizienten Anbaumethoden. Aktuell fördert das Unternehmen die Umstellung von Cashew-, Kakao- & Mango-Parzellen in Togo und Burkina Faso auf dynamische Agroforstwirtschaft.
75 % der Produkte werden in ihrer Originalverpackung aus dem Ursprungsland an Konsument*innen geliefert, zu 53 % direkt und ohne Zwischenlagerungsstopp. Das Tochterunternehmen gebana Burkina Faso verarbeitet Cashewkerne direkt im eigenen Land, statt sie zum Knacken aus Afrika nach Asien zu verschiffen. Das spart Transportemissionen und hält die Wertschöpfung im Land. Die neu entstehende Fabrik geht sogar noch einen Schritt weiter und verwendet Cashewschalen als Energieträger zur Mangotrocknung und erzeugt Strom per Photovoltaik.
91% Bio-Anteil
Bei Lebensmitteln



Ziele

Inbetriebnahme neuer Fabrik
Inbetriebnahme der neuen Fabrik in Burkina Faso: Abnahme für weitere 3.000 Bauernfamilien.
Steigerung von Prämien & Solidaritätsbeiträgen
Steigerung aller Prämien und Solidaritätsbeiträge von 1,76 auf 3,2 Millionen Euro.
