
CompanyReport
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Gründung

München

>250 Mitarbeitende
11
Handelspartner*innen
Create 10.000 direct jobs on the African continent, while creating $100M climate positive revenue.
Die fairafric AG ist ein Social Business aus München und Amanase, Ghana. Seit 2016 produziert es vom Kakaobaum bis zur fertig verpackten Tafel Bio-Schokolade in Ghana. 2020 wurde die weltweit erste solarbetriebene Bio-Schokoladenfabrik gebaut und das im ländlichen Ghana. Als erstes Unternehmen produziert es vor Ort faire Schokolade für den weltweiten Export.
Mission & Purpose

Als Aktiengesellschaft gibt fairafric Interessierten die Möglichkeit, Teil des Unternehmens zu werden und in ihre Vision zu investieren. Um jedoch sicherzustellen, dass das Unternehmen seinem Purpose treu bleiben kann, ist lediglich ein Investment in Vorzugsaktien möglich. Die ermöglichen Crowd-Investor*innen eine Rendite, beinhalten allerdings keine Stimmrechte, sodass diese vollständig im Unternehmen verbleiben. Sollte der Purpose verändert werden, ist dafür eine qualifizierte Mehrheit der Stammaktionär*innen notwendig.
Der Purpose von fairafric ist, so viel Einkommen wie möglich im Kakaoursprungsland zu schaffen, also so distributiv wie möglich zu arbeiten. Der Ansatz: die Verarbeitung von Kakao zu Schokoladen in Ghana, da im Vergleich zum Export der Bohnen ein Vielfaches an Wertschöpfung im Land verbleibt und qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden. fairafric hat es sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 10.000 Jobs auf dem afrikanischen Kontinent zu schaffen. Deshalb denkt es die Schokoladenproduktion auch nicht nur im eigenen Unternehmen, sondern kooperiert z. B. mit der WeltPartner eG im Einkauf von Rohstoffen und der Lagerung und Distribution.
Mission Lock
kollaborativ
Crowd Investing

„’Use business to end poverty‘ Dafür steht fairafric, denn wir sind überzeugt, dass durch Wertschöpfung vor Ort ein Handel auf Augenhöhe entstehen kann und alle gewinnen. Dadurch entstehen gut bezahlte, qualifizierte Arbeitsplätze, bekämpfen wir Armut, die Wertschöpfungskette wird transparenter und durch den Einsatz erneuerbarer Energien sowie regenerativen Kakaoanbaus produzieren wir besonders CO₂-arm und umweltfreundlich.“
– Jonas Schaller, CFO fairafric AG

Lieferkette

Herzstück und Einzigartigkeit von fairafric ist die Schokoladenproduktion direkt in den Kakaogebieten in Ghana. 2020 hat fairafric eine eigene Fabrik eröffnet, in der mehr als 250 Mitarbeitende die gesamte Schokolade herstellen – von der Bohne bis zur Tafel. Auch Dienstleistungen wie der Druck der Verpackung werden in Ghana vorgenommen. So entstehen lokale Wertschöpfung und qualifizierte Arbeitsplätze inkl. Gesundheitsversorgung, Transport, kostenfreier Kantine und 100 % ghanaischem Management.
Die Hauptzutat der Schokolade, der Kakao, wird von Serendipalm in Ghana angebaut und von fairafric mit einer hohen Prämie vorfinanziert eingekauft. Damit können Bäuer*innen die Bio-Zertifizierung bezahlen und erhalten ein höheres Einkommen. Auch darüber hinaus bemüht sich fairafric, Zutaten aus Afrika zu beschaffen, um weitere Einkommen vor Ort zu generieren.
Alle Lieferketten sind physisch und transparent rückverfolgbar.



„Ich bin der einzige aus meinem Dorf, der einen festen Job hat. All meine Freunde aus der Schule konnten keine feste Arbeit finden und müssen wieder auf den Farmen arbeiten. Seit ich bei fairafric bin, habe ich ein sehr gutes Gehalt und meine gesamte Familie hat eine Krankenversicherung. Das hat mein Leben und das meiner Familie stark verbessert.“
– Philip Ayitey, Produktionsmitarbeiter fairafric Ghana Ltd

EigenesUnternehmen


Als Aktiengesellschaft werden die unternehmerischen Entscheidungen von Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung beschlossen. Stakeholder*innen haben die Möglichkeit sich mittels Crowd Investing finanziell am Erfolg des Unternehmens zu beteiligen. Im Falle der Bäuer*innen wird dies über die fairafric Stiftung übernommen. In der täglichen Arbeit bemüht sich fairafric sowohl Handelspartner*innen als auch Mitarbeitende in die Entscheidungsfindung einzubeziehen. So werden Rollen kompetenzbasiert ausgefüllt und strategische Entscheidungen im Team besprochen. Löhne werden teamintern transparent kommuniziert.
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max. gehaltsspreizung in Deutschland
Planet

Das gesamte Schokoladensortiment von fairafric ist biozertifiziert. Darüber hinaus leistet fairafric mit seinem Partner Serendiplam wichtige Aufbauarbeit im ghanaischen Kakaosektor, wo es bisher kaum biozertifizierten Kakao gibt. Mit 792 USD/t zahlt fairafric die höchste Bio-Prämie in Westafrika. Für Bio-Kakao aus dynamischem Agroforst erhalten die Bäuer*innen sogar eine Prämie von 1.042 USD/t.
Beim Bau der Fabrik in Ghana hat fairafric im lokalen Kontext Maßstäbe gesetzt. So verfügt die Fabrik über eine Regenwasseraufbereitung und eine Solaranlage, an die auch die Maschinenzeiten angepasst werden.
98% Bio-Anteil
Bei Lebensmitteln



Ziele

Klimapositive Schokolade
Bis Ende Q1 2026 will fairafric seinen gesamten Kakao aus dynamischem Agroforst beziehen. Gleichzeitig unterstützt das Unternehmen die Bäuer*innen beim Aufbau zusätzlicher Einkommensquellen – durch Schulungen, Vorfinanzierung und Diversifizierung auf den Feldern.
Fabrikausbau
Die Produktionskapazität in Ghana soll deutlich erweitert werden, um der steigenden Nachfrage nach fairer Schokolade gerecht zu werden. Durch den Ausbau der Fabrik und neue Ausbildungsmöglichkeiten sollen mehrere hundert zusätzliche, faire und klimapositive Jobs entstehen.
