Company Report
20
16
Gründung

Berlin

5 Mitarbeitende
7
Handelspartner*innen
Ob Tee, Kaffee oder Gewürze – wir wollen mit unseren Produkten zur Lösung von sozialen und ökologischen Konflikten beitragen. Wie? Indem wir handeln, wo Handel keine Selbstverständlichkeit ist: In Afghanistan, Myanmar oder der Ukraine. Direkt mit den Erzeuger*innen. Für mehr Selbstbestimmung und Gerechtigkeit. Für Mensch und Natur. Für neue Perspektiven. Und am Ende auch für Dich.
Begonnen hat alles mit dem Besuch der beiden Gründer Salem El-Mogaddedi und Gernot Würtenberger bei einem afghanischen Frauenkollektiv und einem Koffer voll Safran. Seit 2016 vertreibt Conflictfood fair gehandelte Lebensmittel – verifiziert über den Weltladen-Dachverband – aus Konfliktregionen dieser Welt.
Mission & Purpose

Der Purpose der Conflictfood GmbH besteht im Handel mit Produkten aus Konfliktregionen, sowohl sozialen als auch ökologischen Konflikten. Das Unternehmen schafft damit nicht nur Perspektiven und Selbstbestimmung für Produzent*innen, sondern lenkt das Augenmerk der Kund*innen auf diese Regionen. Mit der beigelegten Produktzeitung macht Conflictfood nicht nur auf die Konflikte aufmerksam, sondern informiert über Länder, Kulturen und Rezepte. Damit durchbricht das Unternehmen das einseitige Krisenimage und baut Schranken ab. Bildungsarbeit betreibt Conflictfood über das eigene Unternehmen hinaus. Z. B. mit dem Verein Cultivating Peace e. V., der mit Veranstaltungen über die Länder informiert, in denen Conflictfood aktiv ist und kommunikative Brücken baut.
Um maximale Wirkung zu erzielen, kooperiert Conflictfood mit weiteren transformativen Unternehmen, z. B. El Puente, mit WeltPartner oder gebana. Zudem hat es das Good Food Collective mitgegründet, um sich mit Impact Food-Unternehmen zu vernetzen.
Bildungsarbeit in Deutschland
kollaborativ

„Der Wohlstand großer Lebensmittelkonzerne ist nicht verdient, sondern der Existenz anderer entrissen. Ich wünsche mir eine Welt frei von Geiz und Gier! Utopisch? Vielleicht. Aber irgendwo muss man halt anfangen.“
– Salem El-Mogaddedi, Geschäftsführer Conflictfood

Lieferkette

direkte kontakte zu
100%
der partner*innen
Transparenz
mit Tracking code
Conflictfood legt den Fokus auf Handel mit Produkten aus Krisenregionen und arbeitet (meist) mit Produzent*innengruppen, die zuvor keinen Marktzugang hatten. Als erstes Unternehmen vor Ort zu sein und Pionierarbeit zu leisten, erfordert von Conflictfood viel Geduld, persönliche Risikobereitschaft der Gründer, Überzeugung und Sensibilität beim Aufbau von persönlichen Beziehungen und Export-Lieferketten.
Dennoch ist es Conflictfood gelungen, unter diesen schwierigen Bedingungen stabile Handelsbeziehungen aufzubauen und Produzent*innen Marktzugang und eine Perspektive zu bieten. Seit Gründung wurde keine Handelspartnerschaft durch Conflictfood beendet. Conflictfood arbeitet distributiv, indem es Produzent*innen faire Preise zahlt, die von ihnen selbst festgelegt und nicht nachverhandelt werden. Darüber hinaus finanziert Conflictfood den Einkauf von einigen Produkten bis zu 100 % vor. Um den Marktzugang für die Partner*innen zu verbessern, sucht Conflictfood aktiv nach weiteren Abnehmer*innen für deren Produkte, statt auf Exklusivität zu drängen. Lieferkette und Handelspartner*innen lassen sich für Kund*innen transparent nachvollziehen und werden per Blockchain abgesichert.



„Safran ist nicht nur das teuerste Gewürz der Welt, für uns ist es auch eine Alternative zum Anbau von Schlafmohn. Safran schafft auch Arbeitsplätze für Frauen hier in Herat und ist damit ein Baustein zu einer friedlichen Zukunft für mein Land Afghanistan.“
– Hafiza Jafariu, Kursleiterin für Safran Bio-Umstellung Herat, Afghanistan

EigenesUnternehmen

Conflictfood ist ein kleines Unternehmen, in dem bisher nur die beiden Gründer als Geschäftsführer fest angestellt sind. Sie legen großen Wert darauf, Mitarbeitenden ein großes Maß an Flexibilität zu gewährleisten, den individuellen Bedürfnissen der Kolleg*innen entgegenzukommen und weitgehend hierarchiefrei zu arbeiten. Allen freiberuflichen Angestellten wurde die Wahl zwischen einer Festanstellung und der freiberuflichen Anbindung gelassen. Arbeitsplätze können flexibel gestaltet werden und die Vereinbarkeit von Kind und Beruf wird ermöglicht. Bei wichtigen Unternehmensentscheidungen konsultiert Conflictfood sowohl langjährige Handelspartner*innen als auch die Mitarbeitenden.
hohe Flexibilität
konsultative Entscheidungen

Planet

Gemeinsam mit der britischen NGO Hand in Hand International ist es Conflictfood gelungen, die Safran-Produktion in Herat, Afghanistan, auf Bio-Produktion umzustellen (erstes Bio-Lebensmittel Afghanistans!) und gleichzeitig gleichzeitig die Anzahl der produzierenden Frauen von 100 auf 1.500 Familien erhöht.
In Kambodscha arbeitet Conflictfood mit lokalen Pionier*innen der regenerativen Landwirtschaft bei der Produktion von Kampot Pfeffer zusammen. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, den zu 85 % zerstörten lokalen Regenwald wieder aufzuforsten. Das Besondere: Pfeffer ist eine Kletterpflanze und kann in hochdiversifizierten Mischkulturen angepflanzt werden. So generiert der Pfeffer Einkommen innerhalb des Ökosystems Regenwald.



Ziele

fair & Ökologisch
Aufbau fairer und ökologischer
Projekte (Kaffee in Myanmar, Flor
de Sal in Mosambik, usw.)
weitere kooperationen
Erschließung neuer Absatzmärkte
und Kooperationen mit neuen
Vertriebspartner*innen.
