Company Report

Begonnen hat alles mit dem Besuch der beiden Gründer Salem El-Mogaddedi und Gernot Würtenberger bei einem afghanischen Frauenkollektiv und einem Koffer voll Safran. Seit 2016 vertreibt Conflictfood fair gehandelte Lebensmittel – verifiziert über den Weltladen-Dachverband – aus Konfliktregionen dieser Welt.

Mission & Purpose

Salem El-Mogaddedi, Geschäftsführers von Conflictfood trägt eine Schiebermütze und einen Schal

Lieferkette

Conflictfood legt den Fokus auf Handel mit Produkten aus Krisenregionen und arbeitet (meist) mit Produzent*innengruppen, die zuvor keinen Marktzugang hatten. Als erstes Unternehmen vor Ort zu sein und Pionierarbeit zu leisten, erfordert von Conflictfood viel Geduld, persönliche Risikobereitschaft der Gründer, Überzeugung und Sensibilität beim Aufbau von persönlichen Beziehungen und Export-Lieferketten.

Dennoch ist es Conflictfood gelungen, unter diesen schwierigen Bedingungen stabile Handelsbeziehungen aufzubauen und Produzent*innen Marktzugang und eine Perspektive zu bieten. Seit Gründung wurde keine Handelspartnerschaft durch Conflictfood beendet. Conflictfood arbeitet distributiv, indem es Produzent*innen faire Preise zahlt, die von ihnen selbst festgelegt und nicht nachverhandelt werden. Darüber hinaus finanziert Conflictfood den Einkauf von einigen Produkten bis zu 100 % vor. Um den Marktzugang für die Partner*innen zu verbessern, sucht Conflictfood aktiv nach weiteren Abnehmer*innen für deren Produkte, statt auf Exklusivität zu drängen. Lieferkette und Handelspartner*innen lassen sich für Kund*innen transparent nachvollziehen und werden per Blockchain abgesichert.

Hafiza_Jafari

EigenesUnternehmen

Conflictfood ist ein kleines Unternehmen, in dem bisher nur die beiden Gründer als Geschäftsführer fest angestellt sind. Sie legen großen Wert darauf, Mitarbeitenden ein großes Maß an Flexibilität zu gewährleisten, den individuellen Bedürfnissen der Kolleg*innen entgegenzukommen und weitgehend hierarchiefrei zu arbeiten. Allen freiberuflichen Angestellten wurde die Wahl zwischen einer Festanstellung und der freiberuflichen Anbindung gelassen. Arbeitsplätze können flexibel gestaltet werden und die Vereinbarkeit von Kind und Beruf wird ermöglicht. Bei wichtigen Unternehmensentscheidungen konsultiert Conflictfood sowohl langjährige Handelspartner*innen als auch die Mitarbeitenden.

Das Team von Conflictfood sitzt an einem schön gedeckt Tisch und isst Kuchen

Planet

Gemeinsam mit der britischen NGO Hand in Hand International ist es Conflictfood gelungen, die Safran-Produktion in Herat, Afghanistan, auf Bio-Produktion umzustellen (erstes Bio-Lebensmittel Afghanistans!) und gleichzeitig gleichzeitig die Anzahl der produzierenden Frauen von 100 auf 1.500 Familien erhöht.

In Kambodscha arbeitet Conflictfood mit lokalen Pionier*innen der regenerativen Landwirtschaft bei der Produktion von Kampot Pfeffer zusammen. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, den zu 85 % zerstörten lokalen Regenwald wieder aufzuforsten. Das Besondere: Pfeffer ist eine Kletterpflanze und kann in hochdiversifizierten Mischkulturen angepflanzt werden. So generiert der Pfeffer Einkommen innerhalb des Ökosystems Regenwald.

Ziele